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Die unübertreffliche Askese Wenn ein Yogi die höchste Methode der Buddhas verwirklicht hat, Bleibt er unbefleckt - wie ein Lotus, der makellos aus einem Sumpf erwächst - Und doch gibt er sich beständig den fünf Leidenschaften und Sinnesgenüssen hin: Dies ist die höchste Form der Disziplin. Padmasambhava, aus "Geheime Anweisung in einem Kranz der Sichtweisen", Quelle: Keith Dowmann, Der Flug des Garuda, Theseus Verlag, Seite 200. KommentarAllgemein:Padmasambhava gilt in im tibetischen Buddhismus als der zweite Buddha nach Buddha Shakyamuni. Er lehrte hauptsächlich mündlich, es gibt nur wenige Texte unmittelbar aus seiner Hand. Der vorliegende Text stellt die aufeinander folgenden Sichtweisen dar: Sutra, äußeres Tantra, inneres Tantra, Dsog Chen (Große Vollkommenheit). Das Zitat (Padmasambhava entnimmt es einem noch älteren Dsog Chen Text) bezieht sich auf die höchste und letzte Stufe, Dsog Chen. Zeile für Zeile: Unter Yogi in diesem Zusammenhang wird eine Person verstanden welche
Es ist in diesem Sinn nicht so einfach, sich beständig den fünf Leidenschaften und Sinnesgenüssen hinzugeben, sondern es erfordert einen Geist, der frei von Ablehnen und Anhaften ist. Diese Form von Disziplin ist die höchste, die sittlichen Regeln des Sutrasystems und andere Gelübde sind leichter zu halten. Wer meint, diese Zeilen geben einen Freibrief für beliebiges Verhalten, welches dann als Dsog Chen bezeichnet wird, begeht einen schweren Fehler. |